Tag Archives: Öko

Grün und Wirtschaft im Bezirk

31 Mrz

Mitte ist im kleinen, was Berlin im großen ist: Heterogen, vielschichtig und trotzdem (oder gerade deswegen) liebenswert und kompliziert. Viele Themen, die auf Landesebene in der Wirtschaftspolitik relevant sind, schlagen früher oder später genauso auch bei uns im Bezirk auf: Neben Tourismus, das auf bezirklicher und städtischer Ebene auch eher ein Stadtentwicklungsthema ist/sein sollte, hat die AG Wirtschaft gestern über den Klassiker der Bezirkswirtschaftspolitik diskutiert: der Förderung und Bestandspflege gewerblicher Strukturen. Die Kernmerkmale unserer Wirtschaftspolitik sind dabei dreierlei: Dialogorientierung, Unterstützung bei einer ökologischen Ausrichtung und Stärkung kommunaler Strukturen. Dabei bedingen sich diese Punkte gegenseitig. Nur mit einem stetigen Austausch kann man wissen, wo „der Schuh drückt“, so dass gezielt wie bei der Arminiushalle angesetzt werden kann. Dialog bedeutet aber auch, partnerschaftlich die Stadt fit für die Zukunft zu machen, und Arbeitsplätze durch ökologische Innovation (und Umsetzung dessen, was es schon lange gibt, was aber noch auf der To Do Liste für Berlin als Klimahauptstadt steht) zu schaffen.

Auch dieser Text wird am 05. April in der Bezirksgruppe im Rathaus Tiergarten von den  Mitgliedern der Bezirksgruppe Mitte abgestimmt. Weiterlesen

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Zukunft schon heute: Cleantechworld Berlin

20 Sep

Letzte Woche, beziehungsweise bis gestern, fand in Berlin die Clentechworld in Berlin statt. Initiatoren sind Marco Voigt und Sven Krüger (Hier im Interview mit Forum). Der veranstalterische Kick-Off war der e-Day 2009 (hier ein Bericht auf dem Portal Grüne Autos), wo auch Notker Schweikhardt, creative director der Cleantech und mein erster Ansprechpartner, zu sehen ist.

Das erste Mal überhaupt gab es in der ehemaligen Emissionsschleuder Flughafen Tempelhof eine kleine, aber feine Messe zum Thema saubere Zukunftstechnologien. Von Elektroautos (superschnelle Tesla-Autos, die von 0 auf 100 in vier Sekunden sind, nicht dass ich das brauche, aber faszinierend ist es schon, dass Elektroautos doppelt so schnell sind wie ein Verbrennungsmotor…) über Elektrofahrräder (die auch im Stylefaktor eine Ü50-Altersklasse ansprechen können) bis hin zu nachhaltigen Heizformen (Holzpellets aus Eberswalde) gab es ein breites Sammelsurium zu besichtigen.

Die Schmuckfrage: Fair und schön

15 Sep

Viele Leute geben für Schmuck viel Geld aus. Ohne darüber nachzudenken, wo das Material für den Schmuck herkommt, wie es gewonnen wird und hergestellt wird. Ich finde, wenn man schon bereit ist Geld für Schmuck auszugeben, dann bitte für faires Gold, faire Edelsteine, also insgesamt faire Materialien.

Hier sind ein paar Goldschmieden in Berlin, die fairen Schmuck anbieten, sei es als Standard oder als Extraangebot:

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Boykott neugedacht mit Carrotmob!

10 Jun

Neulich auf der Suche nach Öffentlichkeitswegen für die Uni-Streiks in Sao Paolo in Brasilien wurde mir dieses Video empfohlen. (Falls hier jemand mehr drüber weiß, wäre ich sehr dankbar!)

Hat zwar nichts mit dem ursprünglichen Thema direkt zu tun, ist aber dennoch interessant. Im Prinzip wird die Idee eines Boykotts aufgenommen und so umgekehrt, dass die Geschäfte mit Veränderungswillen belohnt werden. Und zwar bei dir zu Hause (wie bei mir in Berlin). Zuvor bin ich beim Surfen auf diesen Link gestoßen: ein netter Blog und die anstehende Konferenz zum Thema LOHAS. Heute ist wohl mein Ökolitag!

Grüne Suchmaschine

16 Apr

Angeblich ist nun in Australien die erste Grüne Suchmaschine mit Namen Ecocho ins Netz gegangen. Sie nutzt Google und Yahoo um zu einem guten Ergebnis bei der Suche zu kommen, ansonsten plant sie einen Teil ihrer Einnahmen in Baumpflanzungen zu investieren. Unter dem Motto „Eco. Sie suchen, wir pflanzen!“ wollen die Gründer pro Tausend Suchanfragen einen Baum pflanzen, der über Werbung auf der Seite gesponsert wird.

Zur Übersicht und den ersten Fragen kann man jederzeit Chocho kontaktieren.

Massentierhaltung mit Lichtblicklabel

20 Mrz

Eben habe ich bei SPUNK-Redakteurin Judith im Blog ungeheuerliches gefunden: Die Firma Lichtblick bietet nun Strom aus Biogas an, was zunächst nicht verwerflich ist. Allerdings entsteht neben der Biogasanlage eine Schweinemastanlage. Massentierhaltung mit Lichtblicklaber sozusagen. Judiths Worte sind treffend und stilistisch so schön, dass ich es zitieren muss:

Bleibt mir nur Schweinerei zu sagen. Ausgerechnet Lichtblick, bekannterweise einer der führenden ökologischen Stromanbieter in Deutschland, fördert die Massentierhaltung. Der moralische Anspruch scheint nach dem Konsens nicht auf Atomenergie und Kohlekraftwerke zu setzen, aufzuhören. Zwar wird durch die Biogasanlage die Flüssiggülle nicht mehr in die umliegenden Flüsse und Böden geleitet, was bleiben sind jedoch gequälte Schweine, anfallende Methangase, Genmaisanbau, Pestizideinsätze und Soja aus Südamerika.

Tja, was nun, wenn selbst führende ökologische Stromanbieter von ganzheitlichen Ansätzen nichts halten. Das wäre ja so, wie wenn Bayer homöopathische Mittel herstellt. Feigenblatt Alternative Lebensformen. Unglaublich und empörend. Hier sollten die KonsumentInnen mal Sturm laufen und nicht wie bei Ford und schwulesbischer Werbung!

Gentechnikkampagne von campact.de

5 Feb

Vor einigen Wochen wollte ich dieses Bild unbedingt bloggen, weil ich den Spruch so cool finde. Jetzt ist die Kampagne vorbei und das Gesetz zu Gentechnik, was damit aufgehalten werden sollte, aufgehalten worden. Auch die neue SPUNK-Redakteurin Judith Adam hat bereits darüber gebloggt.