Tag Archives: Bundeskongress

Einmal reinen Tisch, bitte!

28 Sep

Die GRÜNE JUGEND will nach einem längerem Diskussionsprozess seit Ende 2009 ihr Selbstverständnis auf dem kommenden Bundeskongress vom 22.-24.Oktober 2010 in Gelsenkirchen verabschieden. Das geht natürlich nicht ohne weitere Diskussionen auf dem Bundeskongress. Schließlich sollen in ein paar Punkte, die seit Jahren durch die Landesverbände und die Mitgliederschaft „wabern“ , Richtungsentscheidungen getroffen werden und somit „reiner tisch“ gemacht werden soll. Deshalb sollten möglichst viele  Mitglieder der GJ kommen, also anmelden, und mitdiskutieren, mitstreiten, mitabstimmen und Änderungsanträge schreiben! Letzteres geht mit dem neuen Onlinetool ganz einfach!

Hier kommt man direkt zum Gesamttext. Man kann aber auch nur zu einzelnen Abschnitten des Selbstverständnis gehen.

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Bundeskongress GRÜNE JUGEND

15 Okt

Der Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND wird am Wochenende eine große Reihe an Anträgen befassen. Einen Tag vor Kongressbeginn sind 31 Anträge eingegangen. Zwei davon befassen sich mit der Frage des Umgangs der Prostitution in Deutschland. Ein Antrag, der A-06 ist von Max Pichl aus dem Bundesvorstand und fordert die Legalisierung. Ein anderer, A-13 wurde aus Teilen der „Frauenkommission“ der GRÜNEN JUGEND geschrieben und fordert die Illegalisierung von Prostitution. Neben der Debatte um die Nach-der-Bundestagswahlzeit versprachen diese beiden Anträge viel Diskussionsstoff.

Ich bin der Ansicht, dass das rot-grüne Prostitutionsgesetz ein wichtiger und wegweisender Schritt für den Umgang mit Prositution war und ist und habe daher immer dem Antrag von Max Pichl nahegestanden. Ich glaube, dass durch Illegalisierung – auch wenn es „nur“ die Illegalisierung der „Freier“ ist – den Sexarbeitenden mehr geschadet wird und würde bei Fragen zur Prostitution immer den Fokus auf Rechtssicherheit, Soziale Unterstützung und Schutz vor den Zuhältern und Freiern legen.

Wie auch immer. Spannend wurde es heute, als Hydra e. V. (laut Webseite „die erste autonome Hurenorganisation in Deutschland, die 1980 von sozial engagierten Frauen aus unterschiedlichen Berufssparten ins Leben gerufen wurde.“) eine Stellungnahme an die Teilnehmenden des Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND schrieb. Sie ruft darin auf, beide Anträge abzulehnen, aber vor allem den A-13, der Prostitution zurück in die Kriminalität drängen will:

WIR FORDERN SIE AUF:
Lehnen Sie Antrag A-06 ab!
Lehnen Sie Antrag A-13 AUF JEDEN FALL ab!

Max Pichl überlegt in seinem Blog nun am besten beide Anträge zurückzuziehen. Fände ich gut und am besten im kommenden halben Jahr ein Seminar zu dem Thema organisieren und Hydra mal einladen und die MacherInnen vom rot-grünen Prostitutionsgesetz. Die haben sich ja sicherlich auch was dabei gedacht. Es bleibt also spannend!

Gerecht leben für die Zukunft

6 Apr

Zum Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND habe ich mit anderen Leuten NACHTRAG: mit Linda Heitmann (GJ Hamburg), Co-Pierre Georg (GJ Jena), Jan Philipp Albrecht (GJ Wolfenbüttel), Gregor Möllring (GJ Hildesheim), Jakob Hahn (GJ München) und Philipp Hinrichsmeyer (GJ Kassel) einen Alternativantrag zur Präambel eingebracht. Hier geht es zum Antrag des Bundesvorstandes. Hier geht es zu allen Änderungsanträgen zum Leitantrag.

Die GRÜNE JUGEND kämpft für eine gerechte Welt. Im Gegensatz zu anderen politischen Kräften dieses Landes verwendet die GRÜNE JUGEND hierfür einen breiten Gerechtigkeitsbegriff, der ökologische Notwendigkeit mit sozialen Standards und freiheitlichen Werten verknüpft. Denn nur solch eine gerechte Welt ist der Garant für Freiheit, Frieden und Wohlstand. Diejenigen, deren Gerechtigkeitsbegriff vor den großen Unternehmen Halt macht, haben vergessen, dass Politik den und die Bürger und Bürgerin in den Mittelpunkt stellen und vertreten muss.
Wir stellen uns gegen einen falsch verstandenen Freiheitsbegriff wie ihn die FDP verwendet. Ein starker Staat lässt da Freiräume wo verantwortungsvolle BürgerInnen Freiraum brauchen und greift da ein, wo es nötig ist. Freiheit und Gerechtigkeit bedingen sich gegenseitig.

Unsere Vorstellung einer gerechten Welt zeichnet sich durch Solidarität zwischen den Menschen, durch Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung aus, dadurch, dass Menschen ökologisch wie sozial verantwortungsvoll gegenüber anderen heute und den zukünftigen Generationen handeln. Wir treten ein für eine gleichberechtigte und damit gerechte Welt, die nicht nach willkürlichen Kriterien wie Hautfarbe, Geschlecht, Religion, sexueller Orientierung, Herkunft oder Überzeugung trennt. Weiterlesen

gemeinsam frei leben

1 Nov

 

Unter diesem Motto wird am Wochenden der 29. Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND stattfinden. 300 junggrüne kommen aus der gesamten Republik zusammen, um über eine grüne Gesellschaft unter sozialen, ökologischen, freiheitlichen und gleichberechtigten Vorzeichen zu diskutieren. Der diesbezügliche Leitantrag sowie alle anderen Anträge stehen auf der Seite der GRÜNEN JUGEND. Neben den Diskussionen wird es auch Vorstandswahlen geben. Ich werde wieder für den Vorstand antreten, diesmal als politische Geschäftsführerin.

Ich freu mich auf den Bundeskongress, vor allem, da so viele Leute kommen werden und die Diskussion hoffentlich bei den entscheidenen Punkten Familienvertrag statt Ehebündnis oder Partnerschaft, doppelte StaatsbürgerInnenschaft oder starker Institutionen die größte Aufmerksamkeit erfährt.