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Warnschussarrest – Ziel mal wieder verfehlt!

15 Okt

Höre gerade von den neusten Plänen der schwarzgelben Koalition im Bund: Der Warnschussarrest. Jugendliche, die eine Bewährungsstrafe bekommen würden, sollen künftig bis zu vier Wochen „Probesitzen“. Purer Populismus.

Da fällt mir ein Artikel ein, den ich letztes Jahr für den SPUNK geschrieben habe und den ich nun hier „recyclen“ möchte. Anscheinend wird es noch mindestens vier Jahre dauern, bis sich da was ändern kann. Hoffen wir also, dass die Länder schlauere Jugendstrafideen haben. Wie diese hier:

Leben in Freiheit in Freiheit erlernen

24.09.2008: Kein Mensch kommt als Krimineller auf die Welt. Vergangenes kann man sicherlich niemals ungeschehen machen, doch es ist möglich die Kurve der Gewalt, der Kriminalität und der Perspektivlosigkeit zu brechen. Wie das geht, zeigt ein seit 1973 bestehendes Maßnahmenzentrum in der Schweiz, das bis zu 46 Jugendlichen bei der Resozialisierung und der Bewältigung ihrer Strafe hilft. SPUNK Redakteurin Silke Gebel hat die wichtigsten Eckpunkte zusammengeührt. Weiterlesen

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Nicht ob Europa sondern wie!

10 Mrz

Dieser Artikel ist in der Europaausgabe der Mitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND SPUNK erschienen.  Außerdem wurde er im  Le Taurillon veröffentlicht.

Warum sich Europa für uns lohnt

Creatice Commons license: Muddy LaBoue: http://www.flickr.com/photos/muddy/

Creatice Commons license: Muddy LaBoue: http://www.flickr.com/photos/muddy/

Irgendwie ist dieses Jahr nicht so recht europäisch. Trotz anstehenden Europawahlen am 7. Juni wissen kaum Leute, dass es überhaupt Europawahlen dieses Jahr gibt und wie die neusten Umfragen vom Dezember 2008 des Eurobarometers der Europäischen Kommission zeigen, würden nur 34 Prozent der BürgerInnen in der EU wahrscheinlich zur Europawahl gehen, Tendenz sinkend. Trotz Europawahl reden alle über die anstehenden Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahlen. Ist ja auch irgendwie logisch, da ist der direkte Bezug bewusster. Nur 29 % der Deutschen fühlen sich gut über das Europaparlament informiert. Hinzu kommt, dass bei der Europawahl man „nur“ über die Zusammensetzung der 99 deutschen Abgeordneten entscheidet, und auf die restlichen 684 – ohne jetzt auf die eventuelle Änderung aufgrund des Lissabonvertrages einzugehen – keinen Einfluss hat. Irgendwie undemokratisch und vor allem uneuropäisch. Kein Wunder, dass der Wahlkampf und damit die öffentliche Diskussion nicht sonderlich „europäisch“ ist. Problematisch, spielt doch die europäische Ebene eine große und immer größere Rolle für die politischen Entscheidungen, vor Ort, im Land oder auch auf der bundespolitischen Ebene.

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Die Banden der Favelas – Armut, Gewalt, Kriminalität

8 Jan

Foto: Flickr StayFly

Dieser Artikel von mir erschien in der vergangenen Ausgabe des SPUNKs, der Mitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND:

Im vergangenen Jahr – 2006 – gab es einen Gefängnisaufstand, der Brasilien in die internationalen Schlagzeilen brachte und mehrere Wochen andauerte. Die Banden der Favelas hatten ihn aus den Gefängnissen und Favelas geleitet. Doch was sind eigentlich die Favelas und welchen Einfluss haben die Banden wirklich?

Favelas gelten mittlerweile als Synonym für Armenviertel weltweit, ursprünglich sind sie um die großen Städte Brasiliens entstanden. Benannt sind sie nach dem gleichnamigen Hügel vor Rio de Janeiro, auf dem ihre Gründerinnen und Gründer auf der Suche nach Arbeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihre Hütten bauten. Im fünftgrößten Land der Welt mit seinen über 188 Millionen Menschen gibt es Favelas überall. Oft selbstorganisiert, gelten staatliche und demokratische Regeln gelten dort nicht unbedingt überall. In ihnen haben sich Banden gebildet, die für ihre Art der Ordnung sorgen. Weiterlesen