Scheinbarer Mythos Homöopathie

12 Jul

Um etwas Sachlichkeit in die Debatte zu bringen, ein paar Gedanken von mir zur Homöopathie:

Homöopathie hat meiner Meinung nach nichts mit Glauben oder nicht Glauben zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, ob man bereit ist, sich ganzheitlich seinem Körper etc. zu widmen oder nicht. Homöopathie ist mehr als hochpotentierte Globuli, deren Wirkstoffe die heutige Wissenschaft nicht nachweisen kann. Eine gute homöopathische Behandlung beinhaltet eine Erstanamnese und anschließende Folgetermine dazu. Eine Erstanamnese beinhaltet ein Gespräch mit dem Homöopathen, was bis zu zwei Stunden gehen kann und was dem Arzt einen Einblick in die Lebens- und Krnakheits- und Gesundheitsgeschichte des Patienten gibt. Man geht davon aus, dass ein Mensch nur dann angemessen behandelt werden kann, wenn man Einblick in die Ursachen der Krankheitsbildes hat. Darauf aufbauend werden dann Globuli gegeben. Oft auch ohne das Mittel zu nennen, um die Wirkung ohne das Unterbewusstsein zu haben. Die Idee ist, dass die hochpotentierten Globuli Informationen enthalten, die dem Körper helfen sein Gleichgewicht zu finden und damit „sich selbst zu heilen“.

Bei mir hat das bisher immer funktioniert. (Und in meinem Bekanntenkreis auch.) Wäre daher mal sehr an den vielzitierten Studien interessiert, die das ganze jetzt wiederlegen sollen.

Das kostenintensivste an einer homöopathischen Behandlung ist meiner Wahrnehmung nach die Zeit, die sich der/die ÄrtzIn für den/die PatientIn nimmt. Vermutlich finden genau das 70 % der BundesbürgerInnen gut. Soviele nutzen nämlich Naturheilverfahren und Homöopathie. Diese Zeit ist übrigens auch das, was die gesetzlichen Krankenkassen zahlen (selbst das ist nur ein Bruchteil dessen bezahlt, was private Patienten erstattet bekommen). Die Kosten der Mittel muss der Patient selber tragen (Kostenpunkt hier: ca. 7,95 Euro). Mein Eindruck war und ist, dass die Krankenkassen im Sinne der Prävention und ganzheitlichen Heransgehensweise Homöopathie mitunterstützen und damit langfristig Kosten von Arzneimitteln, kostspieligen Folgebehandlungen etc. einsparen.

Die Häme, die sich im Netz gerade über homöopathische Behandlungsmethoden ergießen von Comics bis hin zu pseudowissenschaftlichen Artikeln, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe von der Gegenseite noch keine Studie gehört, die bewiesen hat, dass Homöopathie negative Folgen hat, nicht wirkt etc. Es gibt auf jeden Fall auch positive Studienergebnisse, die ich hier demnächst einstellen werde. Bin gerade im Gespräch mit den Studienauftraggebern.

Ach, ja mein Tip: Zur Unterstützung und zur Information kann ich die Stiftung Natur und Medizin nur empfehlen! Bin ich gerade Mitglied geworden.

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3 Antworten to “Scheinbarer Mythos Homöopathie”

  1. Matthias 13/07/2010 um 00:27 #

    Sehr geehrte Frau Gebel, 🙂

    gibt es denn wissenschaftliche Studien, die die Wirkung von Homöopathie belegen?

    Sollte das nicht der Fall sein: Ist es gerechtfertigt bzw. sinnvoll, Behandlungsmethoden finanziell zu unterstützen, die keine wissenschaftlich nachvollziehbaren Heileffekte haben?

    Auf welcher Grundlage, wenn nicht einer wissenschaftlichen, sollte die Rechtfertigung einer Finanzierung medizinischer Behandlung basieren?

    Mit Grüßen. Matthias

  2. Silke Gebel 13/07/2010 um 11:28 #

    Hallo,
    ja es gibt Studien, die die Wirkung von Homöopathie belegen. (siehe meine Beitrag vom 13.07.2010). Damit erledigt sich eigentlich Ihre zweite sowie dritte Frage.

    Dennoch möchte ich darauf mit einer Gegenfrage antworten: Wenn Homöopathen z.B. Halsentzündungen mit 99% weniger Antibiotika erfolgreich (sic!) behandeln, frage ich sie, warum nicht Homöopathie als Erstbehandlung finanziell unterstützen?

    Betse Grüße
    Silke

  3. Lukas 27/07/2010 um 08:47 #

    ich denke, solange es hilft, sollte homöopathie auch bezahlt werden.
    es gibt auch in der schulmedizin einige methoden, die rein empirisch gefunden sind und kein mensch eigentlich genau weiß, was und wieso diese methoden helfen.

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