Bundeskongress GRÜNE JUGEND

15 Okt

Der Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND wird am Wochenende eine große Reihe an Anträgen befassen. Einen Tag vor Kongressbeginn sind 31 Anträge eingegangen. Zwei davon befassen sich mit der Frage des Umgangs der Prostitution in Deutschland. Ein Antrag, der A-06 ist von Max Pichl aus dem Bundesvorstand und fordert die Legalisierung. Ein anderer, A-13 wurde aus Teilen der „Frauenkommission“ der GRÜNEN JUGEND geschrieben und fordert die Illegalisierung von Prostitution. Neben der Debatte um die Nach-der-Bundestagswahlzeit versprachen diese beiden Anträge viel Diskussionsstoff.

Ich bin der Ansicht, dass das rot-grüne Prostitutionsgesetz ein wichtiger und wegweisender Schritt für den Umgang mit Prositution war und ist und habe daher immer dem Antrag von Max Pichl nahegestanden. Ich glaube, dass durch Illegalisierung – auch wenn es „nur“ die Illegalisierung der „Freier“ ist – den Sexarbeitenden mehr geschadet wird und würde bei Fragen zur Prostitution immer den Fokus auf Rechtssicherheit, Soziale Unterstützung und Schutz vor den Zuhältern und Freiern legen.

Wie auch immer. Spannend wurde es heute, als Hydra e. V. (laut Webseite „die erste autonome Hurenorganisation in Deutschland, die 1980 von sozial engagierten Frauen aus unterschiedlichen Berufssparten ins Leben gerufen wurde.“) eine Stellungnahme an die Teilnehmenden des Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND schrieb. Sie ruft darin auf, beide Anträge abzulehnen, aber vor allem den A-13, der Prostitution zurück in die Kriminalität drängen will:

WIR FORDERN SIE AUF:
Lehnen Sie Antrag A-06 ab!
Lehnen Sie Antrag A-13 AUF JEDEN FALL ab!

Max Pichl überlegt in seinem Blog nun am besten beide Anträge zurückzuziehen. Fände ich gut und am besten im kommenden halben Jahr ein Seminar zu dem Thema organisieren und Hydra mal einladen und die MacherInnen vom rot-grünen Prostitutionsgesetz. Die haben sich ja sicherlich auch was dabei gedacht. Es bleibt also spannend!

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3 Antworten to “Bundeskongress GRÜNE JUGEND”

  1. Jonathan 16/10/2009 um 01:36 #

    Ich habe den Wiederspruch auch gerade gelesen und würde mich natürlich freuen, wenn ich am Wochenende doch keine Gegenrede halten muss…
    So ein Seminar wäre wirklich wünschenswert und dann danach villeicht ein vernünftigen Antrag schreiben…
    Grüße!

  2. Wolfgang 16/10/2009 um 09:18 #

    Danke für die klaren Worte.

    Ich empfehle mal, „Lass Dich verwöhnen“ von Tamara Domentat zu lesen. Hier gibts eine Diskussion dazu.

    http://www.zeit.de/2003/42/SM-Prostitution

    und hier etwas ausführlicher:

    http://www.ikonenmagazin.de/artikel/Prostitution.htm

    Der Schutz der Menschenwürde ist der Schutz des Individuums vor Übergriffen des Staates. So sehen es auch die meisten Kommentatoren zum Grundgesetz.

    Es kann kein Verstoss gegen die Menschenwürde vorliegen, wenn ich selbstbestimmt der Prostitution nachgehe. Ich könnte auch sonst behaupten, die Reduzierung meines Körpers als reines Objekt zur Arbeitsleistung sei ein Verstoss gegen die Menschenwürde.

    Wenn ich mich von einer Domina auspeitschen lasse, verstösst dann sie gegen die Menschenwürde weil sie mich prügelt oder ich, weil ich sie als Objekt meiner Lust „benutze“?

  3. apachee 24/09/2010 um 12:49 #

    kommentar gelöscht.

    aber immerhin gib es die seite wieder.

    damit läßt sich doch arbeiten.

    wordpress blogspot

    und vorallem mit screenshot aus dez.

    also viel spaß

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