Scheiß BVG

16 Okt

Neulich bin ich sowas wie Schwarz gefahren. Mein Semesterticket war noch nicht wieder gültig (die Uni Potsdam liegt eben nicht nebenan). In diesem kleinen Zeitrahmen von 1 Tag bin ich U-Bahn gefahren. Ein folgenschwerer Fehler wie sich herausstellen sollte. Denn prompt wurde ich kontrolliert und bekam einen Zettel, auf dem draufsteht, dass ich innerhalb EINER Woche 40 Euro zahlen soll oder nachweisen soll, dass ich eigentlich einen Fahrausweis habe. Das kann man nicht faxen oder per Email schicken… Nein, das muss persönlich in der Grunewaldstraße 1/Ecke Potsdamer Straße in Schöneberg an der U-Bahnstation Kleistpark erfolgen. Warum nicht bei der S-Bahn am Nordbahnhof oder an irgendeinem Bahnhof oder eben digital oder per fax?
Das konnte mir die Dame am anderen Ende der Leitung im Callcenter (nach 10 Minuten Wartezeit) nicht erklären—„Das machen die Gesetze“ meinte sie. Und auf meine freundliche Nachfrage, wer dafür bei der BVG verantwortlich sei legte sie auf. Nicht ohne mir vorher zu erklären, dass ich entweder 40 Euro zahle, selbst nach Schöneberg fahre (klar mein Leben besteht aus sinnlos durch die Gegend ÖPNV fahren) oder jemand beauftrage (und das meiner FreundInnen ohnehin). Außerdem frage ich mich, warum es die Möglichkeit gibt, da anzurufen…

Gelernt habe ich zwei Dinger: Erstens, dass die BVG Service nicht unbedingt groß schreibt. Denn auch wenn ich kein Ticket hatte und das nun in der Tat meine Schuld war, könnte es doch denjenigen, die eins haben und vergessen etc. leicht gemacht werden. Und zweitens, „money makes the world go around“. 40 Euro statt 7 Euro macht halt doch einen Unterschied.

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3 Antworten to “Scheiß BVG”

  1. Hendrich v. Schweden 13/11/2010 um 22:12 #

    Habe heute nach der Arbeit vorgehabt in die Schönhauser Allee Arcarden zu fahren ! Schienenersatzverkehr ab Senefelder Platz ! Mit mir standen dann mittlerweile 5 U- Bahnen an der Haltestelle als nach 23 min dann doch der Bus kam und 4 weitere ! Bei der bekackten Post stand ich auch noch mal 21 min !

  2. klara 11/10/2011 um 11:44 #

    Wären schwarzfahrer eine ausnahme in berlin , würde man damit auch anders umgehen.Da die bvg aber nicht das sozialamt ,ist muss man für sein vergehen auch geradestehen .
    Sich zu beschweren ,dass man sein hintern bewegen muss um seine strafe zu zahlen ist nunmal ganz normal.
    Warum sollte die bvg dir hinterherrennen ?
    Oder bist du so einer der sachen bestellt und dann nicht zahlt ?
    Wahrscheinlich oder !?

    • Silke Gebel 06/03/2012 um 10:12 #

      Die BVG soll mir gar nicht hinterherrennen. Aber sie würde sicherlich davon profitieren nicht alle Strafen bar einzuziehen sondern auch per Bankbezahlung…

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